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AKTUELLES

Reformvorschlag besser als gedacht?
Der in den Vorschlägen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) vorgesehene Zuwachs an Flexibilität für die Mitgliedstaaten muss grundsätzlich nicht in dem Ausmaß zu Wettbewerbsverzerrungen führen, wie es vielfach erwartet wird. Dieser Ansicht ist der irische Agrarökonom Alan Matthews. Entsprechende Bedenken bezeichnete der emeritierte Professor für europäische Agrarpolitik bei einer Anhörung im Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments am Donnerstag (9.4.) als „übertrieben“. Wenn es um die Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen gehe, sollte das Augenmerk nach seiner Einschätzung vor allem auf die künftige Gestaltung von gekoppelten Beihilfen und auch Direktzahlungen gerichtet werden. Hier verortet er das größte Potenzial für Verwerfungen in der europäischen Landwirtschaft. Durch die Mitgliedstaaten mitzufinanzierende Maßnahmen sind laut Matthews in dieser Hinsicht eher zu vernachlässigen, da diese unter dem Strich zu einer Verringerung der Produktion beitrügen. Gut durchdacht werden sollte Matthews zufolge die vielfach vorgetragene Forderung, auch nach 2027 an einer GAP mit den zwei bekannten Säulen festzuhalten. Vor allem das Budget für die Zweite Säule könnte nach seiner Einschätzung Probleme bereiten, wenn die Pläne zur Umstrukturierung des MFR nicht ebenfalls entsprechend geändert werden. Matthews verwies hier darauf, dass für die Erste Säule bereits Regeln für die Zuweisung von Mitteln an die Mitgliedstaaten existierten, für die Zweite jedoch nicht, sodass schwierige Verhandlungen zu erwarten seien. „Unvorhergesehene Konsequenzen“ könnten zudem drohen, wenn an den derzeitigen Quoten für die Zuteilung von GAP-Mitteln an die Mitgliedstaaten festgehalten werden sollte, während die Zuweisungen aus dem neuen Fonds zur nationalen und regionalen Partnerschaft (NRP) einem neuen Schema folgten. Mit Blick auf die Erweiterung der EU und insbesondere einen Beitritt der Ukraine hob Matthews hervor, dass dieses Thema zumindest aus agrarpolitischer Sicht entschärft würde, sollten die Kommissionsvorschläge in ihrer bekannten Form umgesetzt werden. Hintergrund ist, dass bereits ein Schlüssel für die Verteilung der Mittel aus dem NRP an die Mitgliedstaaten auf dem Tisch liegt. Dieser könnte dann einfach genutzt werden. Vorgaben in Bezug auf Hektarprämien, die beim Beitritt eines großen Agrarlandes Probleme bereiten würden, sind nicht vorgesehen. AgE
DBV warnt vor Liquiditätsengpässen
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hat angesichts der gestiegenen Kraftstoff- und Düngemittelpreise infolge des Irankrieges vor wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe gewarnt und erneut ein weiteres politisches Eingreifen gefordert. Das derzeitige „Prinzip Hoffnung“ der Bundesregierung sei zu wenig und treibe viele Landwirtschaftsbetriebe in massive Liquiditätsengpässe. Andere europäische Länder reagierten deutlich entschlossener. Die hierzulande eingeleiteten Maßnahmen in Bezug auf die hohen Kraftstoffpreise verschlechtern laut Rukwied die Situation sogar. „Die Bundesregierung muss jetzt die CO2-Besteuerung aussetzen und die Energiesteuer zeitweise reduzieren – sonst geraten Betriebe, Ernte und Versorgungssicherheit in Gefahr.“ Zudem drängt der Bauernpräsident bei Düngemitteln auf eine Preisbeobachtung und eine zeitweise Aussetzung des Kohlenstoffgrenzausgleichsmechanismus (CBAM).
Druck auch aus den Ländern Auch in den Bundesländern erhöhen die Bauernverbände den Druck auf die Politik. „Landwirtschaft richtet sich nach den Jahreszeiten – nicht nach politischen Debatten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbauernpräsident Karsten Trunk mit Blick auf die laufenden Frühjahrsarbeiten. Diese ließen sich nicht verschieben, denn wenn die Maschinen jetzt nichts aufs Feld führen, gäbe es im Sommer keine Ernte. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier, geht davon aus, dass das hohe Preisniveau für Energie trotz der nun vereinbarten Waffenruhe vorerst erhalten bleibt. Damit droht aus seiner Sicht eine weitere Verteuerung mit direkten Folgen für landwirtschaftliche Betriebe und perspektivisch auch für die Verbraucherpreise. Eine Senkung der Energiesteuer hält auch Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk für geboten. Der CDU-Politiker wertete am Mittwoch (8.4.) die aktuell hohen Kraftstoffpreise als „Abzocke“ und brachte einen Spritpreisdeckel nach belgischem Vorbild ins Spiel. Darüber hinaus müsse das Bundeskartellamt einschreiten und Preistreiberei unterbinden. AgE
Fleischverzehr erneut gestiegen
Bei Deutschlands Verbrauchern landet wieder häufiger Fleisch und Wurst auf dem Teller. Das zeigt die aktuelle Versorgungsbilanz Fleisch, die das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) vorgelegt hat. Demnach ist der Pro-Kopf-Verzehr 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen, und zwar auf 54,9 Kilogramm Fleisch. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Allerdings ist das vom Niveau früherer Jahre noch weit entfernt. Im Jahr 2011 hatte der Durchschnittswert beispielsweise noch bei 63,8 Kilogramm Fleisch gelegen. Getrieben wurde die Aufwärtsentwicklung im vergangenen Jahr vom Geflügelfleisch, auf das rund 27% des gesamten Fleischverzehrs entfielen. Pro Kopf waren das knapp 15 Kilogramm und damit 1 Kilogramm mehr als im Jahr davor – ein neues Allzeithoch. Der Grund dafür war vor allem der gestiegene Verzehr von Hühnerfleisch. „Neben der zunehmenden Beliebtheit von Geflügelfleisch dürfte der geringere Verbraucherpreisanstieg im Vergleich mit den anderen Fleischsorten 2025 zum höheren Absatz beigetragen haben“, erläuterte BZL-Leiter Dr. Josef Goos. Gut die Hälfte des bundesdeutschen Gesamtverzehrs an Fleisch entfiel 2025 auf Schweinefleisch; pro Person ergab sich ein Durchschnittswert von 28,3 Kilogramm. Bei Rind- und Kalbfleisch nahm der Konsum trotz gestiegener Verbraucherpreise um gut 200 Gramm auf 9,7 Kilogramm zu. Insgesamt machte der Verzehr dem BZL zufolge im vergangenen Jahr etwa 72% des gesamten Fleischverbrauchs aus. In die Versorgungsbilanz Fleisch fließen nämlich alle Teile des Schlachtkörpers ein, darunter auch Knochen, Blut und weitere Bestandteile, die nicht verzehrt werden.
Fleischerzeugung gesunken Der Fleischverbrauch, in den neben dem menschlichen Verzehr auch Verluste, die industrielle Verwendung, die Herstellung von Heimtiernahrung sowie die Ein- und Ausfuhr eingerechnet werden, nahm 2025 laut BZL im Vorjahresvergleich nach vorläufigen Daten um 4,5% auf 6,371 Mio. Tonnen zu. Dem stand eine um 0,3% geringere Netto-Fleischproduktion von insgesamt 7,286 Mio. Tonnen gegenüber. Die Zahl der Rinderschlachtungen sank, weshalb die Nettoerzeugung von Rind- und Kalbfleisch gegenüber 2024 um 6% auf 955.000 Tonnen zurückging. Beim Geflügelfleisch wirkte sich unter anderem die Vogelgrippe aus; daher blieb die Produktion mit 1,525 Mio. Tonnen knapp unter dem Vorjahresergebnis. Ein Zuwachs von 1,1% auf 4,338 Mio. Tonnen wurde hingegen bei Schweinefleisch verzeichnet. Die Schweinehalter haben ihre Bestände im Unterschied zu früheren Jahren nicht weiter abgebaut; hinzu kam ein höheres Schlachtgewicht pro Tier.
Mehr Importe Um den höheren Fleischverbrauch zu decken, stiegen die Fleischimporte einschließlich fleischhaltiger Produkte und Innereien um fast 11% auf rund 3,6 Mio. Tonnen. Zugelegt haben die Einfuhren vor allem beim knapp verfügbaren Rindfleisch, aber auch bei Geflügel- und Schaffleisch. Ausgeweitet wurde aber auch der Fleischexport, und zwar gegenüber 2024 um gut 1%. Bei minimal gesunkener Eigenerzeugung sank der Selbstversorgungsgrad – bezogen auf den Verbrauch – um 4,5 Punkte auf 114,6%. Bei Rindfleisch wurde erstmals die Marke von 100% unterschritten, und auch Geflügelfleisch lag mit 91,3% unter dieser wichtigen Marke. Am höchsten war die Selbstversorgung mit knapp 139% bei Schweinefleisch. Allerdings lag sie bei begehrten Teilstücken wie Filets, Schinken oder Kotelett nach Branchenschätzungen nur bei rund 80%. AgE
FarmInsect im Insolvenzverfahren
Die Insektenerzeugung wird sich auch in Deutschland in absehbarer Zeit nicht aus ihrem Nischendasein befreien können. Hierzulande muss die Branche nun ebenfalls einen Dämpfer hinnehmen: Die FarmInsect GmbH hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Alexander Zarzitzky am Mittwoch (1.4.) mitteilte, ist die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens auf das schwierige Marktumfeld durch niedrige Preise für Soja und Fischmehl zurückzuführen. Auch die hohen Produktionskosten seien ein Faktor gewesen. Laut Zarzitzky gab es zudem eine Verzögerung bei der Auszahlung einer vereinbarten Finanzierungstranche. Die in der Folge entstandene Liquiditätslücke habe einen Insolvenzantrag „unumgänglich“ gemacht. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb bei FarmInsect ohne Einschränkung fortgeführt, die Gehälter der Mitarbeiter sollen gesichert sein. Die Perspektiven sind nach Einschätzung von Zarzitzky gut. „Aufgrund der technologischen Reife und der validierten Marktpositionierung sind die Aussichten für die Sanierung im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses äußerst positiv“, so der Jurist. Das Unternehmen stehe kurz davor, Kostenparität zu herkömmlichem Fischmehl zu erreichen und plane eine „massive Expansion“ in den US-Markt für Heimtier- und Geflügelfutter. Laut Zarzitzky wurden bereits erste Gespräche mit interessierten Investoren geführt. Ziel sei es, das Unternehmen unter dem Dach eines starken strategischen Partners langfristig zu stabilisieren und die Arbeitsplätze am Standort Bergkirchen zu erhalten. FarmInsect wurde 2020 gegründet und verkauft automatisierte Mastanlagen für die Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege. Das Konzept sieht vor, dass landwirtschaftliche Betriebe Reststoffe als Futter für die Larven nutzen und diese wiederum als Proteinfutter verwenden. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung wurden seit der Gründung des Unternehmens rund 16,2 Mio. Euro in die Entwicklung investiert. Neben Eigenkapital waren auch Investoren ins Boot geholt worden. 2022 war das Unternehmen vom Europäischen Innovationsrat (EIC) für eine Förderung in Höhe von 2,5 Mio. Euro ausgewählt worden. 2023 waren im Rahmen einer Finanzierungsrunde 8,0 Mio. Euro eingeworben worden. AgE
Der Sommer wird wohl erneut heiß
Landwirte in Deutschland müssen sich für den Sommer 2026 erneut auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen einstellen. Laut Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt die Wahrscheinlichkeit dafür im bundesweiten Mittel aktuell bei rund 81%, während sie im Norden etwas geringer ausfällt. Kurzfristig deuten die Vorhersagen des DWD zudem auf trockene Bodenverhältnisse hin. Bis Mitte April bestehe vor allem in Ostdeutschland eine hohe Wahrscheinlichkeit für geringere Bodenfeuchte, so der Wetterdienst. Diese Tendenz werde sich jedoch im weiteren Jahresverlauf abschwächen, sodass für den Sommer nur noch in Teilen Sachsen-Anhalts leicht trockenere Bedingungen erwartet werden. Die Zuverlässigkeit seiner Prognosen untermauert der DWD mit dem Hinweis, dass auch seine Vorhersage für den Sommer 2025 eingetroffen sei.
2025 war „nur“ das achtwärmste Jahr Laut dem Leiter der Abteilung Klimaüberwachung beim DWD, Dr. Andreas Becker, hat 2025 bezogen auf die Jahresmitteltemperatur eine „kleine Atempause“ gebracht. Denn im Vergleich zu den drei aufeinanderfolgenden Rekordjahren von 2022 bis 2024, war das vergangene Jahr „nur“ das achtwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881, berichtete Becker bei der diesjährigen Klimapressekonferenz des DWD am Dienstag (31.3.) in Berlin. Allerdings bedeutet Becker zufolge ein national nicht rekordwarmes Jahr noch „keine Entwarnung im globalen Maßstab“. Denn weltweit betrachtet war 2025 ihm zufolge das drittwärmste Jahr überhaupt. Analysen unter anderem des DWD kommen zu dem Schluss, dass das 1,5°-Ziel des Pariser Klimaabkommens im Zeitraum von 2028 bis 2035 dauerhaft überschritten wird. Von einem Ende oder auch nur einer relevanten Abbremsung des Klimawandels könne vor diesem Hintergrund keine Rede sein, so Becker. Laut dem DWD war es 2025 nicht nur deutlich heißer, sondern auch trockener. So gab es in Deutschland mit im Mittel 642 Millimetern jeweils 19% weniger Niederschlag, als es der Mehrjahresschnitt der Zeiträume 1961-1990 und 1991-2020 erwarten lassen hätte.
Langfristige Referenz-Ensemble Der Wetterdienst stellte vor der Hauptstadtpresse jetzt zudem die neuen sogenannten Referenz-Ensembles vor, mit denen erstmals eine bundesweit einheitliche und zugleich regional differenzierte Datengrundlage für Langzeitprojektionen zur Verfügung steht. Erste Auswertungen zeigen demnach bis zum Jahr 2100 einen weiteren deutlichen Temperaturanstieg in Deutschland. Hitzewellen infolge der Erderwärmung dürften künftig vor allem Süd- und Ostdeutschland treffen, wobei steigende Temperaturen grundsätzlich in allen Regionen und Jahreszeiten zu erwarten sind, mit den stärksten Effekten im Sommer. Beim Niederschlag ergibt sich hingegen ein weniger eindeutiges Bild, so der DWD. Die Experten rechnen mit den größten Zunahmen im Winter im Norden sowie im Frühjahr im Nordosten Deutschlands. Für den Sommer deuten die Projektionen auf trockenere Bedingungen insbesondere im Westen hin, während im Nordosten eher mit mehr Niederschlag zu rechnen ist. Im Südosten könnten zudem die Herbstmonate trockener ausfallen. AgE
Bioland sieht Ökoanbau als Lösung
Als Lehre aus der aktuellen Energie- und Düngepreismittelkrise sollte der Bund die Ökolandwirtschaft stärker fördern. Das fordert Bioland am Dienstag (31.3.) und verweist darauf, dass der Ökoanbau nicht auf fossilen Dünger angewiesen ist. Hintergrund ist, dass die Preise für Rohöl und Erdgas sowie für erdgasbasierte Stickstoffdüngemittel massiv angestiegen sind, nachdem der Iran die Straße von Hormus gesperrt hat. Aber auch Phosphordünger sind indirekt betroffen: einerseits durch die gestiegenen Energiekosten und andererseits durch den Preisanstieg bei Schwefel. Für Bioland-Präsident Jan Plagge führt die Krise „eindrücklich vor Augen, wie verletzlich unser globalisiertes Ernährungssystem ist“. Aus dieser Abhängigkeit müsse man sich dringend befreien. „Das ist kein ideologisches Weltverbesserungsthema, es geht dabei um unsere Ernährungssouveränität“, mahnte Plagge. Schließlich hänge man bei den fossilen Energien „nicht unerheblich auch von den Launen einiger besonders einflussreicher Staatschefs ab“, kommentierte er. Statt auf Mineraldünger aus fossilen Energien setzt der Ökolandbau Bioland zufolge unter anderem auf Leguminosen, die Stickstoff aus der Luft binden. Ein mehrjähriger Kleegrasanbau könne auch für stark zehrende Nachfrüchte ausreichend Stickstoff bereitstellen. Der Gesamtbedarf an fossilen Energien sei dadurch auf Biobetrieben geringer als auf konventionell wirtschaftenden, ist man bei dem nach Hektaren und Mitgliedern größten deutschen Ökoanbauverband überzeugt. Bioland-Politikleiterin Carolin Pagel erwartet von der Bundesregierung jetzt entschlossenes, strategisches Handeln und dass sie die aktuelle Krise als Weckruf nutzt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer müsse dafür die Biostrategie „auf solide Füße stellen“, anstatt sie abzuwickeln. Auch müsse sichergestellt werden, dass der Ökolandbau in der kommenden Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 angemessen gefördert wird. Ebenso sollte die Biolandwirtschaft im neuen Düngerecht und der Wiederherstellungsverordnung entsprechend berücksichtigt werden, so Pagel. AgE
Der Wolf kommt ins Jagdrecht
Der Wolf wird als jagdbare Art ins Bundesjagdrecht aufgenommen. Die entsprechenden Änderungen des Bundesjagd- und des Bundesnaturschutzgesetzes hat nun auch der Bundesrat in seiner Sitzung am Freitag (27.3.) abgesegnet. Der Bundestag hatte Anfang März grünes Licht gegeben. Laut dem nun gefassten Beschluss wird den Ländern die Möglichkeit eröffnet, Wolfsbestände auf der Grundlage von Managementplänen dann zu regulieren, wenn ein günstiger Erhaltungszustand vorliegt. Dafür ist die Jagdzeit auf den Zeitraum 1. Juli bis 31. Oktober begrenzt. Daneben sollen in Regionen, in denen Herdenschutz schwer möglich ist, sogenannte Weidegebiete eingerichtet werden. Hier soll der Schutz der Weidetiere durch die Entnahme der Wölfe sichergestellt werden. Hinzu kommt die Entnahme von sogenannten Problemwölfen. Zudem wird betont, dass der Herdenschutz weiter große Bedeutung behält. Ein Entschließungsantrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde vom Bundesrat abgelehnt. Mit diesem hätten die Länder beispielsweise gefordert, dass zur Verhinderung der Entstehung von Wolfshybriden auch von Hunden gedeckte Wolfsfähen erlegt werden dürfen. In Redebeiträgen betonten der Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Stefan Gruhner, und der sächsische Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch, dass die Bundesländer die Neuregelung umsetzen müssen. Und dabei bräuchten sie die Hilfe des Bundes. Dieser müsse dafür sorgen, dass die Landesbehörden und Jäger in diesem neuen Rechtsrahmen sicher handeln können. Von Breitenbuch forderte eine bundesweite Koordinierung, insbesondere bei der Managementplanung. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, dessen Haus den Gesetzentwurf vorgelegt hatte, sprach von einem guten Tag für die deutschen Weidetierhalter. Niemand wolle den Wolf ausrotten. Wenn aber Weidehaltung vielerorts schlicht nicht mehr stattfinden könne, resultiere daraus ein Handlungsauftrag. Künftig gebe es klare, praxistaugliche Regeln und Rechtssicherheit im Umgang mit dem Wolf. AgE
Kritik an geplanter Umsetzung
Die Umsetzung des europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets schreitet voran. Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften ist am Mittwoch (25.3.) vom Bundeskabinett beschlossen worden. Damit will das federführende Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) die verpflichtenden Vorgaben des EU-Binnenmarktpakets in nationalem Recht verankern und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Gasmarktes sowie für den künftigen Wasserstoffmarkt schaffen. Für Unmut in der Biogasbranche hat bereits die im Referentenentwurf enthaltene Regelung gesorgt, dass Netzanschlüsse von Biomethanerzeugungsanlagen nach einer bestimmten Frist gekappt werden können. Bei Neubauten beträgt diese zehn Jahre. Bioenergiebranche fordert längere Frist „Sollte das Energiewirtschaftsgesetz wie vom Kabinett geplant umgesetzt werden, wäre dies das Ende des Ausbaus neuer Biomethanprojekte“, kritisierte die Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie (HBB), Sandra Rostek. Eine einheitliche Kappungsfrist von 20 Jahren für Bestands- und Neuanlagen ist aus Sicht der Bioenergieverbände unerlässlich, „damit sich Investitionen in eine klimafreundliche Gasversorgung überhaupt rechnen können“. Dieser Forderung schließt sich auch der Geschäftsführer der DAH Gruppe, Stefan Jost, an. Die Unternehmensgruppe plane mit sieben weiteren heimischen Unternehmen bis 2030 Investitionsvorhaben von über 1,5 Mrd. Euro in neue Anlagen oder die Erweiterung bestehender Biogasanlagen. Aber 80% dieser potenziellen Investitionen seien bereits seit Veröffentlichung des Referentenentwurfs der Novelle vorerst gestoppt worden, schildert Jost. Die vorgelegten Pläne würden den Biomethan-Hochlauf abwürgen, „bevor er überhaupt richtig begonnen hat“. „Damit würde die geplante Biotreppe im Gebäudemodernisierungsgesetz sehr schnell zusammenbrechen“, warnt Jost weiter. Mit den aktuellen Regelungen sei der Weg für einen Infrastrukturabbau vorgezeichnet, glaubt die Geschäftsführerin vom Biogasrat+, Janet Hochi. Aus ihrer Sicht müssen unter anderem der Ausbau und das Entwicklungspotenzial für die Erzeugung erneuerbarer Gase in der Netzentwicklungsplanung mitbetrachtet und als verbindliche politische Ziele formuliert werden. AgE

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