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AKTUELLES

LBV für gestärktes Agrarressort
Nach der Landtagswahl im Südwesten hat sich der Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV) dafür ausgesprochen, das Landwirtschaftsministerium zu stärken. Die Branche brauche weiterhin eine klar verortete Stimme innerhalb der Landesregierung, erklärte der LBV am Montag (9.3.) gegenüber AGRA Europe. Sein Ziel ist weiterhin ein offener und verbindlicher Austausch mit der neuen Landesregierung auf Augenhöhe, „damit die Landwirtschaft ihrer bedeutenden Rolle der Ernährungssicherung, der Landschaftspflege und im Natur- und Umweltschutz nachkommen kann“. Dahinter steht möglicherweise die Erwartung, dass im künftigen Landeskabinett ein gemeinsames Landwirtschafts- und Umweltministerium unter Leitung der CDU eingerichtet wird. Zugleich mahnt der LBV eine zügige Regierungsbildung an. Zu den drängendsten Themen zählt Hauptgeschäftsführer Marco Eberle einen spürbaren Abbau bürokratischer Belastungen, Planungs- und Investitionssicherheit etwa beim Stallbau, in der Tierhaltung oder im Bereich der erneuerbaren Energien sowie Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Landwirtschaft sichern. Grundsätzlich müsse die Agrar- und Umweltpolitik wieder mehr auf Vertrauen in die Landwirte und ihre fachliche Expertise setzen, anstatt auf Kontrollen. Im Hinblick auf den knappen Sieg der Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir verweist der LBV auf den durchaus konstruktiven Dialog, aber auch auf kontroverse Diskussionen aus dessen Zeit als Bundeslandwirtschaftsminister. Entscheidend ist laut Eberle nun, welche agrarpolitischen Signale die neue Landesregierung sendet. „Die Landwirtschaft erwartet konkrete Verbesserungen“, sagte Eberle. Schnelle Regierungsbildung wichtig Der Präsident vom Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV), Bernhard Bolkart, sprach sich gegenüber AGRA Europe ebenfalls für eine schnelle Regierungsbildung aus. Nach seinen Worten liefert das Wahlergebnis klare Verhältnisse und eine gute Grundlage für stabile Mehrheiten, um die anstehenden Aufgaben konstruktiv anzugehen. „Wir hoffen, dass das Landwirtschaftsressort mit einem erfahrenen Minister besetzt wird. Konkret wünschen wir uns, dass Peter Hauk wieder dieses Amt übernimmt“, so Bolkart. Gerade bei den aktuellen Herausforderungen wie der Ausgestaltung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) brauche es jemanden, der gut vernetzt sei und die Zusammenhänge erkenne. Zum zentralen Thema der bevorstehenden Legislaturperiode zählt der BLHV-Präsident vor allem die Umsetzung der GAP auf Landesebene ab 2028. Darüber hinaus braucht es aus seiner Sicht eine verlässliche Perspektive für tierhaltende Betriebe sowie für den Weinbau, um nur einige der wichtigen Aufgaben zu nennen. „Entscheidend wird auch sein, dass das Landwirtschaftsressort strukturell so aufgestellt wird, dass eine enge Koordination zwischen Agrar-, Natur- und Artenschutzpolitik möglich ist“, unterstreicht Bolkart. Eine klare Absage erteilte er Grabenkämpfen. Diese dürfe es nicht geben, betonte der BLHV-Präsident. Landwirtschaft und Naturschutz würden auf den Höfen selbstverständlich zusammengedacht. Dieses ganzheitliche Denken sollte auch für die politische Arbeit der Maßstab sein. Aufbruchstimmung notwendig Für eine stabile und handlungsfähige Regierung sowie zügige Koalitionsverhandlungen sprach sich unmittelbar nach der Landtagswahl auch der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) aus. „Angesichts globaler Krisen, fragiler Handelsbeziehungen und einer von chronischer Stagnation geprägten Wirtschaft hat unser Land keine Zeit zu verlieren. Stillstand können wir uns nicht leisten, es braucht Aufbruchsstimmung“, sagte BWGV-Präsident Dr. Ulrich Theileis. Von der neuen Landesregierung erwartet er klare Signale für wirtschaftliche Stärke, für unternehmerische Freiheit und für das kooperative genossenschaftliche Wirtschaftsmodell als tragende Säule im Land. Der Präsident vom baden-württembergischen Landesverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Johannes Enssle, appellierte an die künftige Landesregierung, die Signale aus aktuellen Umfragen ernst zu nehmen. Enssle bezieht sich auf Erhebungen, in denen sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen hatte, Wirtschaft sowie Klima- und Umweltschutz zusammen zu denken. Vor diesem Hintergrund forderte der Verbandspräsident, den Naturschutz finanziell und inhaltlich zu stärken. Die Ziele des Biodiversitätsstärkungsgesetzes müssten weiterhin konsequent umgesetzt werden. Hauk erzielt wieder Direktmandat Der bisherige Landwirtschaftsminister Hauk gewann bei der Landtagswahl erneut sein Direktmandat. Der 65-Jährige erzielte im Wahlkreis Neckar-Odenwald 39,5% der Erststimmen. Er gehört dem Landtag seit mehr als 30 Jahren an und kann auf 15 Jahre als Agrarminister zurückblicken. Vor der Wahl hatte der CDU-Politiker sein Interesse an einer Fortsetzung der Ministertätigkeit signalisiert. Grünen-Spitzenkandidat Özdemir erreichte in seinem Wahlkreis Stuttgart II 47,9% der Erststimmen. CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel kam auf 47,1% der Erststimmen in seinem Wahlkreis Ehingen. Von den bisherigen agrarpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen schafft es der Grünen-Politiker Martin Hahn wieder über die Landesliste in den Landtag. Das Direktmandat wiederum holte im Wahlkreis Bodensee der CDU-Politiker Alexander Bruns. Der bisherige agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Burger, war nicht noch einmal zur Wahl angetreten. Bereits im Herbst 2025 hatte die CDU im Landkreis Sigmaringen Ilona Boos zur Nachfolgerin für die Landtagswahl aufgestellt. Sie verteidigte das Direktmandat mit 43,1% der Stimmen. Auf jeden Fall eine Veränderung wird es im Amt des agrarpolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion geben. Der bisherige Amtsinhaber Jan-Peter Röderer verpasste aufgrund des schlechten Abschneidens der Sozialdemokraten den Einzug über die Landesliste. Stattdessen holte im Wahlkreis Sinsheim der CDU-Kandidat Albrecht Schütte das Direktmandat. Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dennis Klecker, erzielte im Wahlkreis Eppingen mit 25,6% der Stimmen das zweitbeste Ergebnis der Erststimmen. Das Direktmandat ging mit 35,3% der Stimmen an CDU-Kandidat Michael Preusch. 2021 hatten noch die Grünen das Direktmandat in diesem Wahlkreis geholt. CDU und Grüne gleichauf bei den Mandaten Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erzielten bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg die Grünen 30,2% der Stimmen. Die CDU erreicht 29,7%. Beide Parteien erhalten jeweils 56 Sitze im Landtag. Drittstärkste Kraft wurde die AfD mit 18,8%; sie ist nun mit 35 Abgeordneten vertreten. Die SPD fuhr mit 5,5% ein historisch schlechtes Ergebnis ein und verfügt nur noch über zehn Sitze. FDP und Die Linke verpassten mit 4,4% beziehungsweise 4,1% Einzug in den Landtag. AgE
Einbußen für Ukraine zu erwarten
Die neuen Vereinbarungen zum Agrarhandel mit der EU dürften die Exporteinnahmen der Ukraine in den nächsten Jahren deutlich schmälern. Davon geht die Kyiv School of Economics (KSE) aus. Wissenschaftler der KSE haben ausgerechnet, dass sich der Wert der Lieferungen von sieben Produktkategorien, die dem neuen Handelsregime unterliegen, im Vergleich zum Ausgangspunkt 2024 unter autonomen Handelsmaßnahmen voraussichtlich von 2,59 Mrd. $ (2,23 Mrd. Euro) auf 1,16 Mrd. $ (1,00 Mrd. Euro) pro Jahr verringern wird; das wäre ein Minus von rund 1,43 Mrd. $ (1,23 Mrd. Euro) oder 55 %.
Der stärkste Rückgang ergibt sich aus den Berechnungen beim Weizen, auf den das Gros der ukrainischen Agrarausfuhren in die EU entfällt; hier werden die Exporteinnahmen der Studie zufolge wahrscheinlich um 1,15 Mrd. $ (1,0 Mrd. Euro) oder 80% zurückgehen. Die Menge der Weizenlieferungen dürfte von 6,34 Mio. Tonnen auf 1,3 Mio. Tonnen sinken.
Für Zucker erwartet die KSE Einbußen von etwa 159 Mio. $ (137 Mio. Euro) beziehungsweise 69%. Bekanntlich wurden die ukrainischen Zuckerlieferungen auf jährlich 100.000 Tonnen gedeckelt, wohingegen es 2024 noch 325.000 Tonnen waren. Die Reduzierung der Importe wird bei Geflügelfleisch und Innereien ein Minus von rund 46 Mio. $ (40 Mio. Euro) zur Folge haben. Bei Gerste werden geschätzte 38 Mio. $ (33 Mio. Euro) in den ukrainischen Kassen fehlen.
Die Experten der Kyiv School of Economics räumen ein, dass die neuen Handelsregelungen mit der Ukraine für die europäischen Landwirte ökonomisch gesehen vorteilhaft sind. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Nachteile für die Verbraucher und die Lebensmittelverarbeiter in der Gemeinschaft diese Vorteile überwiegen werden. Unter dem Strich dürften die neuen Zollquoten der EU-Wirtschaft jährlich etwa 80 Mio. $ (69 Mio. Euro) an „Sozialleistungsverlusten“ kosten. Auf die gesamte EU gesehen sei das aber marginal. AgE
Verzicht auf Rote Gebiete
Einen Verzicht auf die Ausweisung Roter Gebiete mit zusätzlichen Düngeanforderungen schlagen Bayern und Sachsen-Anhalt vor. In einem gemeinsamen Beschlussvorschlag für die Agrarministerkonferenz (AMK) vom 18. bis 20. März 2026 in Bad Reichenhall begründen die beiden unionsgeführten Länder ihren Vorstoß damit, dass die Festlegung besonders nitratbelasteter Gebiete auch zukünftig keine Akzeptanz bei den Betroffenen finden und weitere Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen würde. Die Länder räumen allerdings ein, dass dieser Systemwechsel „weg von den Roten Gebieten“ „erheblichen Abstimmungsbedarf“ mit der EU-Kommission erfordere. An der Erarbeitung des Konzepts war auch Nordrhein-Westfalen beteiligt.
An die Stelle der bestehenden Düngeregeln sollte den drei Ländern zufolge eine betriebliche Stickstoff-Obergrenze treten. Die solle den Angaben zufolge den Nährstoffbedarf der angebauten Kulturen decken und durch die Nutzung von vorhandenen Datengrundlagen wie dem Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS) und dem Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HI-Tier) kontrolliert werden. Die nicht kontrollierbare Stickstoffdüngung der Einzelflächen soll der Betrieb eigenverantwortlich nach guter fachlicher Praxis machen. Das Konzept sieht ferner vor, dass Biogasbetriebe eine Biogasbilanz erstellen sollen, Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten je Hektar eine Stallbilanz. Ergänzend zur Meldung der Wirtschaftsdüngeraufnahme und -abgabe soll der Agrarhandel jährlich den jeweils von einem Betrieb eingekauften Mineraldünger melden. Schließlich soll ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nitratrichtlinie aufgelegt werden.
Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gehen eigenen Angaben zufolge davon aus, dass mit einer solchen Kombination aus bedarfsgerechter, betrieblicher Stickstoff- sowie Phosphat-Obergrenze, deren konsequenter Kontrolle sowie einem flankierenden Monitoring zur Maßnahmenwirkung wesentliche Ziele erreicht werden können. Auf diese Weise, so heißt es in dem Vorschlag, würden die EU-rechtlichen Vorgaben erfüllt, werde die bürokratische Belastung für die Landwirte gegenüber dem Status quo gesenkt und seien weitere Verbesserungen beim Gewässerschutz zu erwarten.
Nicht alle über einen Kamm scheren
Dass der Drei-Länder-Antrag bei der Agrarministerkonferenz die Zustimmung der übrigen 13 Länder erhält, scheint jedoch ausgeschlossen. Selbst auf der B-Seite gibt es offenbar bislang kein Einvernehmen. Die Minister der CDU-geführten Häuser seien „im Austausch“, erklärte Baden-Württembergs Ressortchef Peter Hauk gegenüber AGRA Europe. Wichtig ist für Hauk, „dass nicht alle Landwirte über einen Kamm geschert werden“. Stattdessen müssten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden, wo es nötig sei. Gleichzeitig müssten auch die Verursacher außerhalb der Landwirtschaft ihren Teil zu einer Minimierung der Nitratbelastung beitragen. Insbesondere dort, wo objektiv keine Gefährdung des Grundwassers vorliege, müssten die Landwirte von Bürokratie, Dokumentation und Kalenderwirtschaft entlastet werden.
Nach einem bereits Ende vergangenen Jahres vorgelegten Konzept will Baden-Württemberg grundsätzlich an der Ausweisung von Roten Gebieten festhalten. Auf diese Weise seien Regionen mit hohen Belastungen im Grundwasser kleinräumig zu lokalisieren. Voraussetzung für mehr Verursachergerechtigkeit erfordere den Nachweis einer gewässerschonenden Bewirtschaftung in Roten Gebieten. Dieser Nachweis soll laut dem Stuttgarter Konzept auf Antrag eines Betriebes durch kulturbezogene Nmin-Untersuchung erfolgen und dabei alle Kulturen im nitratbelasteten Gebiet einbeziehen. Betriebe, die im Herbst Nmin-Referenzwerte einhalten, sollen auf den beprobten Flächen von zusätzlichen Auflagen ausgenommen werden. Bei überhöhten Nmin-Werten sollen eine fachliche Beratung sowie besondere Maßnahmen wie etwa eine Nährstoffbilanzierung erfolgen. AgE
Ruf nach Lieferverzicht
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sollte sich für die sofortige Aktivierung des freiwilligen Milchlieferverzichts auf EU-Ebene einzusetzen, wie es auch das European Milk Board (EMB) fordert. Diesen Appell enthält die „Hardehausener Milch-Erklärung“, die am Montag (2.3.) auf einer bundesweiten Tagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) verfasst wurde. In Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen hatte die AbL Vertreter von Molkereien, der Wissenschaft und der Verwaltung zusammengebracht, um über die Situation auf dem Milchmarkt und mögliche Lösungswege zu diskutieren.
Nach dem Milchgipfel müsse Rainer unmittelbar einen weiteren Gesprächstermin anbieten, heißt es in der Erklärung. Dabei sollte praxisbezogen über die Handhabung von Lieferverträgen in der Landwirtschaft gesprochen werden, ergänzt durch Beispiele aus der Praxis. Darüber hinaus müsse thematisiert werden, wie die Produktionskosten auf den Milchviehbetrieben ermittelt und eingebunden werden.
Hingewiesen wird in der Erklärung darauf, dass es eine hoheitliche Aufgabe der Landwirtschaftskammern sei, die Produktionskosten zu ermitteln; Daten dazu lägen bereits umfänglich den Landwirtschaftsministerien der Bundesländer vor. „Die wirtschaftliche Situation auf den Höfen ist dramatisch“, fassen die Unterzeichner des Papiers die Lage zusammen. Übermengen auf dem Milchmarkt drückten die Erzeugerpreise empfindlich nach unten. Deshalb müsse jetzt gehandelt werden.
Für mehr Transparenz am Markt
Laut Elisabeth Waizzenegger, Mitglied im AbL-Bundesvorstand, brauchen die Milcherzeuger einen transparenten Marktüberblick und verbindliche Verträge, in denen vorab Preise, Mengen, Qualitäten und Laufzeiten festgelegt sind. Derzeit hätten die Milchbauern keine Möglichkeiten, wirksam am Markt zu agieren und ihre Produktionskosten zu erwirtschaften. Vorgeschlagene Instrumente wie die Risikoausgleichsrücklage seien nicht geeignet, die aktuelle Krise zu entschärfen oder weitere vorzubeugen, betonte Waizzenegger. Daher müsse es kurzfristig den freiwilligen Lieferverzicht geben, um die preisdrückenden Milchübermengen zu reduzieren.
Vorgestellt wurde auf der Milchtagung ein Vertragsmodell, das die Produktionskosten nach dem Milch-Marker-Index berücksichtigt. Über die Hofmolkerei „Volle Kanne“ werde die Milch auf Grundlage der Produktionskosten verkauft, erläuterte der Landesvorsitzende Nordrhein-Westfalen des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Michael Alterauge. „Wir brechen die Kosten hoch und durchbrechen damit das übliche System, dass die Kosten zu uns Milchbetrieben runtergebrochen werden, also wir nur das ausgezahlt kriegen, was am Ende der Kette übrigbleibt“, so Alterauge. AgE
Rainer will GAK-Mittel kürzen
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) tritt bei den Ausgaben im laufenden Haushaltsjahr auf die Bremse. So sollen die Bundesmittel in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) im allgemeinen Rahmenplan zunächst gedeckelt werden. Dem Vorschlag zufolge stehen für die Ländliche Entwicklung, die Förderung des Ökolandbaus und Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität im Haushaltsjahr 2026 insgesamt 510 Mio. Euro zur Verfügung. Bislang waren für diese Bereiche insgesamt rund 660 Mio Euro vorgesehen. Damit würden sich die Kassenmittel um rund 150 Mio. Euro reduzieren. Ein Beschluss des zuständigen Planungsausschusses (PLANAK) im Rahmen eines eingeleiteten Umlaufverfahrens lag am frühen Montagabend (2.3.) noch nicht vor. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer begründet in einem Schreiben an seine Länderkolleginnen und -kollegen als Mitglieder des PLANAK die beabsichtigte Kürzung der GAK-Mittel mit der angespannten Haushaltslage in seinem Ressort. Als eine Ursache nennt der CSU-Politiker eine Globale Minderausgabe, die noch von der Vorgängerregierung für 2026 beschlossen worden sei. Rainer macht zugleich deutlich, dass die Kürzungsmaßnahme vorsorglich ergriffen werden solle. Im laufenden Haushaltsjahr werde er erneut den Mittelbedarf der Länder für die betreffenden Förderbereiche abfragen. Sollten sich dabei Spielräume ergeben und zudem Umschichtungen möglich werden, werde man gegebenenfalls zusätzliche Mittel zuweisen können, versicherte der Ressortchef. Klarer Wortbruch
Unterdessen stieß die Initiative des Ministers bei der Opposition im Bundestag auf scharfe Kritik. Der zuständige Berichterstatter der Grünen im Haushaltsausschuss, Leon Eckert, bezeichnete die Kürzungspläne ohne Beteiligung des Parlaments als inakzeptabel. Statt wie im Koalitionsvertrag angekündigt die GAK-Mittel zu erhöhen, setze Rainer jetzt den Rotstift an. Damit falle er der Landwirtschaft in den Rücken oder er sei „schlicht zu schwach, sie zu verteidigen“. Fraktionskollege Karl Bär kritisierte insbesondere, dass der Minister beim Ökolandbau sparen wolle. Ihr Unverständnis über die Entscheidung brachte auch die agrarpolitische Sprecherin der Linken, Ina Latendorf, zum Ausdruck. Nachdem bereits die GAK-Bundesmittel für dieses Jahr zwar nominal stabil gehalten, real jedoch gesenkt worden seien und sich die von der Koalition in Aussicht gestellten 1,5 Mrd. Euro für den Umbau der Tierhaltung als „Luftschloss“ entpuppt hätten, wäre eine nachträgliche Kürzung der Abgeordneten zufolge „ein weiteres gefährliches Signal der Unzuverlässigkeit aus dem BLMEH.“ Ähnlich äußerte sich der geschäftsführende Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Peter Röhrig. Für ihn wäre eine nachträgliche Kürzung der GAK-Mittel „ein klarer Wortbruch gegenüber den Betrieben und ein fatales Signal an alle, die in Nachhaltigkeit, Ökolandbau und ländliche Entwicklung investieren“. Der Ökolandbau dürfe nicht zum Verschiebebahnhof der Haushaltspolitik gemacht werden, warnte Röhrig. Höfe brauchten Verlässlichkeit und Planungssicherheit, aber keine kurzfristigen Sparübungen auf ihrem Rücken. „Wer hier kürzt, gefährdet Existenzen und verspielt Vertrauen“, warnte der Chef des Bio-Spitzenverbandes. AgE
2025 brachte eine Rekordernte
Deutschlands Gemüsebauern haben 2025 eine Rekordernte eingebracht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden insgesamt 4,52 Mio. Tonnen Gemüse geerntet; das war die größte Menge seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1990. Gegenüber 2024 stieg das Gemüseaufkommen um 8,1%, und der Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 wurde sogar um 13,2% übertroffen. Gemüse wurde 2025 auf insgesamt 5.960 Betrieben angebaut. Diese weiteten die dafür notwendige Fläche gegenüber dem Vorjahr um 3,9% auf 131.700 Hektar aus. Nach wie vor findet die Gemüseproduktion vorwiegend im Freiland statt. Dieses Areal wurde von den Landwirten um 3,9% auf rund 130.400 Hektar vergrößert. Der Anbau unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, zum Beispiel in Gewächshäusern oder unter hohen Folienabdeckungen, wurde um 0,8% auf 1.250 Hektar ausgedehnt. Erstmals waren Speisezwiebeln die Gemüseart mit der größten Erntemenge in Deutschland; die Produktionsmenge stieg gegenüber 2024 kräftig um 21,4% auf rund 903.300 Tonnen. An zweiter Stelle standen Karotten mit 865.700 Tonnen und einem Plus von 1,8%, gefolgt von Weißkohl mit 507.500 Tonnen und Einlegegurken mit 197.600 Tonnen. Im geschützten Anbau konnte 2025 die Erntemenge um 4,3% auf 219.200 Tonnen gesteigert werden. Führend waren hier Tomaten mit 108.600 Tonnen. Salatgurken brachten 66.700 Tonnen und Paprika 18.500 Tonnen. Nach Angaben von Destatis wurden 2025 rund 16% der gesamten Gemüseanbaufläche ökologisch bewirtschaftet. Auf das Biosegment entfielen 13,2% der gesamten Erntemenge. Gegenüber 2024 wurde die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche um 6,4% auf rund 20.600 Hektar erweitert. Deutlich stärker legte die Erntemenge zu, nämlich um 12,6% auf 597.000 Tonnen. Der größte Teil der Anbaufläche im Bio-Gemüseanbau entfiel mit 3.340 Hektar auch 2025 auf Karotten. AgE
Globaler Flächenhunger wird stärker
Nicht nur Regenwälder, sondern auch Grasland und Feuchtgebiete werden weltweit zunehmend in Acker- und Weideland umgewandelt, oft für die Viehzucht und den Export landwirtschaftlicher Produkte. Allerdings sind die nicht von Bäumen geprägten Ökosysteme einem deutlich höheren Umwandlungsdruck ausgesetzt als Wälder. Das zeigt eine aktuelle Studie, die unter der Leitung von Forschern des Senckenberg Biodiversität und Klimaforschungszentrums gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Schweden, den USA und den Niederlanden durchgeführt wurde. Haupttreiber der Umnutzung von Grasland und Feuchtgebieten ist demnach die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem internationalen Markt.
Laut der Senckenberg-Gesellschaft wurden im betrachteten Zeitraum 2005 bis 2020 Grasland und Feuchtgebiete fast viermal schneller in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt als bewaldete Gebiete. An der Spitze lag Brasilien mit 13% der umgewidmeten Fläche, gefolgt von Russland, Indien, China und den USA mit Anteilen von jeweils etwa 6%. Rund 54% der in Ackerland umwandelten, nicht-waldbasierten Ökosysteme entfielen weltweit auf die Nahrungsmittelproduktion. Der Produktion von Tierfutter waren 34% zuzuordnen; hier lagen Brasilien, Argentinien und die USA mit Anteilen von mehr als 50% weit vorn.
Die Forscher konnten nach eigenen Angaben eine starke Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Produktion und dem Konsum in wohlhabenden und schnell wachsenden Volkswirtschaften nachweisen. Die Studienergebnisse zeigen, dass rund 20% der umgewandelten Flächen für die Exportproduktion bestimmt waren. Der Anteil von Futterpflanzen wie Soja und Mais lag bei bis zu 32%. In Brasilien und Argentinien entfielen sogar rund 70% der gesamten umgewandelten Ackerfläche und rund 80% des für den Anbau von Tierfutter genutzten Landes auf die Exportproduktion.
Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass nicht-forstwirtschaftliche Ökosysteme besonders geschützt werden müssten. Da sich die politischen Maßnahmen bisher hauptsächlich auf den Schutz der Wälder konzentrierten, wachse der Druck auf andere ökologisch wichtige, oft übersehene Lebensräume wie Grasland und offene Feuchtgebiete. Um zu verhindern, dass dieser Nutzungsdruck einfach auf andere Ökosysteme verlagert werde, müssten politische Maßnahmen besser koordiniert werden. Außerdem müssten Produzenten und Verbraucher in international vernetzten Lieferketten eine größere Verantwortung übernehmen. AgE
Klares Nein von Hansen
Von der Europäischen Kommission wird es vorerst kein grünes Licht für außerordentliche Unterstützungsmaßnahmen für den derzeit stark unter Druck stehenden EU-Schweinesektor geben. Das hat Agrarkommissar Christophe Hansen am Montag (23.3.) beim Agrarrat klargestellt. Er erteilte damit einer Forderung von fünf Mitgliedstaaten – vornweg Rumänien – eine Absage. Sie hatten gefordert, aufgrund des seit Oktober 2025 anhaltenden Preisrückgangs am Schlachtschweinemarkt die Möglichkeit zu prüfen, außergewöhnliche Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) zu aktivieren. Nach Hansens Einschätzung erfüllen die aktuellen Marktbedingungen im Schweinesektor die rechtliche Schwelle für Eingriffe gemäß den EU-Unterstützungsregeln allerdings nicht.
Der Agrarkommissar betonte, dass er die aktuellen Herausforderungen der Schweinehalter erkenne. Sinkende Erzeugerpreise, steigende Produktionskosten sowie die Afrikanische Schweinepest (ASP) übten einen großen Druck auf die Landwirte aus. Hinzu kämen die chinesischen Antidumpingzölle, die „eine erhebliche Wirkung“ hätten. Die gegenwärtige Marktlage rechtfertige jedoch nicht die Aktivierung von EU-Notfallmaßnahmen.
Laut Hansen wird die Kommission die Marktlage im Auge behalten. „Wir sind bereit, einzugreifen, wenn die Situation es erfordern sollte“, so der Luxemburger. Zudem könnten die Mitgliedstaaten weiterhin nationale Unterstützungsinstrumente nutzen. Aus Sicht von Hansen ist es nicht überraschend, dass es nach einer Phase starken Produktionswachstums Preisrückgänge gab und Marktkorrekturen folgten. Der Agrarkommissar sieht Anzeichen einer Stabilisierung und Erholung am EU-Schweinemarkt. Schritt für Schritt würden die Schweinepreise wieder steigen.
Unter den Mitgliedstaaten herrschte Uneinigkeit darüber, ob ein sofortiges Eingreifen der Kommission am Schweinemarkt tatsächlich notwendig ist. Deutschland positionierte sich als einziges EU-Land klar dagegen. Der Markt bewege sich im saisonal üblichen Rahmen, und es gebe keine Anhaltspunkte für eine Störung, so die Einschätzung der deutschen Delegation. In der Bundesrepublik fehlten zwar die Impulse am Schweinemarkt und das Preisniveau sei niedrig; das rechtfertige aber nicht eine Marktintervention der Kommission. Vielmehr sollte die Brüsseler Behörde das Geschehen an Schweinemarkt weiter beobachten. Andere Staaten signalisierten grundsätzliche Offenheit für Marktinterventionen, ohne jedoch sofortige finanzielle Unterstützung zu fordern. AgE

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