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Marktbericht

Aktuelle News

Hitzebedingt längere Aktionen mit Grillfleisch

Begann die Umstellung der Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel im Vorjahr bereits Ende August, hat das warme Wetter diese im laufenden Jahr verzögert. Entsprechend wurde im August mehr Grillfleisch beworben als im gleichen Zeitraum 2017.

UNGEWÖHNLICHE LANGE GRILLSAISON Die erfassten Unternehmen bewarben im August 2018 rund 69-mal marinierte Schweinesteaks. Gegenüber Juli ist die Werbeaktivität damit fast unverändert geblieben. Zugleich lag die Zahl aber über dem Niveau des Vorjahres, nachdem die Grillfleischsaison in den zurückliegenden Monaten eher enttäuschte. Bei naturbelassenen Schweinesteaks ergab die Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH sogar einen Zuwachs um fast ein Viertel. Dies dürfte in erster Linie an den warmen Temperaturen liegen, die zu einer Verzögerung der Umstellung des Fleischsortiments im LEH führen.

UMSTELLUNG HAT IM AUGUST BEGONNEN Dennoch hat die Umstellung, hin zu deftigerem Rindfleisch, inzwischen begonnen. Anfang September gehörten marinierte Schweinesteaks erstmals seit mehr als drei Monaten nicht mehr zu den am häufigsten beworbenen Artikeln. Dafür tauchen inzwischen verstärkt Bratenteile oder deftige Teilstücke auf den Werbezetteln auf. Gulasch, Schweinefilet, Braten und alle Arten von Hackfleisch dürften auch in den kommenden Wochen verstärkt beworben werden. (AMI)

Preise für ökologisch erzeugte Milch im Juli leicht reduziert

Im Juli 2018 haben Bio-Milchbauern in Deutschland im Schnitt weniger für ihren Rohstoff erhalten als noch im Juni. Gelichzeitig ist der Preis für konventionell erzeugte Milch gestiegen.

Das Bundesmittel für Bio-Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug nach Schätzungen der AMI im Juli 47,1 Ct/kg. Das waren knapp 0,3 Ct/kg weniger als im Vormonat. Damit setzten sich die rückläufigen Tendenzen seit Februar 2018 fort und der Abstand zum Vorjahr vergrößerte sich somit weiter.

Gleichzeitig ist der Abstand zwischen ökologisch und konventionell erzeugter Milch geschrumpft, da die Preise für letztere Milchart im Juli den zweiten Monat in Folge mit 33,4 Ct/kg ein Plus verzeichnet haben. Damit ist der Vorsprung für Bio-Betriebe auf rund 13,7 Ct geschmolzen. (AMI)

Milcherzeugerpreise legen weiter zu

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte haben sich die steigenden Tendenzen bei den Preisen für konventionell erzeugte Kuhmilch fortgesetzt. Zeitlich verzögert haben sich damit die verbesserten Erlösmöglichkeiten der Molkereien aus dem zweiten Quartal auf der Erzeugerebene niedergeschlagen. Allerdings zeigte der Milchmarkt über den Sommer leichte Schwächen, die wohl nicht spurlos an den Preisen für Rohmilch vorübergehen werden. Das Bundesmittel für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß lag im Juli bei 33,4 Ct/kg. So erste Berechnungen der AMI, basierend auf den bis dato eingegangenen Milchgeldabrechnungen. Nach den stetigen Rückgängen in der ersten Jahreshälfte sind die Milcherzeugerpreise nun den zweiten Monat in Folge gestiegen und das nahezu flächendeckend.

FUTTERVERSORGUNG WIRD ZUM ENGPASS
Das alles beherrschende Thema am Milchmarkt ist die Futterversorgung in der zweiten Jahreshälfte. Die Hitzewelle hat vor allem in Norden und im Osten der Republik zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Noch wird in vielen Betrieben Raufutter der Ernte 2017 gefüttert, aber Ende August, vielleicht sogar erst im September, dürfte damit Schluss sein.

Das alles spricht für ein eingeschränktes Milchaufkommen im Verlauf der zweiten Jahreshälfte und damit für steigende Rohmilchpreise. Allerdings gehen davon wieder Produktionsanreize aus. Letztendlich hängt die weitere preisliche Entwicklung davon ab, welcher der beiden Effekt stärker wiegt. (AMI)

Rapsimporte legten 2017/18 erneut zu

Die Rapsimporte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Wirtschaftsjahr 2017/18 weiter gestiegen. Mit knapp 6 Mio. t erreichten sie einen Rekordwert.

2017/18 importierte die deutsche Ölmühlenwirtschaft rund 6 Mio. t Raps. Damit wurden fast 6 % mehr Raps eingeführt als im Vorjahr und somit so viel wie noch nie. Die größte Menge kam aus der EU-28, wobei der Anteil um rund 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 75 % schrumpfte. Wichtigstes Lieferland war Frankreich mit 1,4 Mio. t; dies waren allerdings 4 % weniger als 2016/17. Auf Platz zwei folgten mit großem Abstand die Niederlande, über die 0,74 Mio. t Drittlandraps eingeführt wurden. Der größte direkte Drittlandlieferant Australien exportierte rund 0,71 Mio. t Raps nach Deutschland und damit 27 % weniger als im Vorjahr. Den deutlichsten Zuwachs hatte die Ukraine zu verzeichnen. Das Land verdreifachte seine Rapslieferungen nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr auf 0,67 Mio. t. (AMI)

AMI Rohstoff-Index im August kräftig gestiegen

Der Preisauftrieb für Agrarrohstoffe in Deutschland hat sich im August spürbar beschleunigt. Der Index kletterte um 3,5 % auf 133,5 Punkte. So hoch war der Preisanstieg zuletzt im August 2012. Vor allem Getreide und Raps waren aufgrund der erheblichen Ernteeinbußen im Schnitt um fast 11 % teurer als im Monat zuvor. Rohmilch verteuerte sich um 1,5 %, während die Preise für Schlachtkühe gegenüber Juli um 8 % absackten. Die Getreide - und Ölsaatenpreise sind nahezu explodiert, nachdem die niedrigen Erträge die bereits trüben Ernteprognosen sogar noch unterschritten. Erzeuger konnten ihre Lieferverträge nicht bedienen, der Handel suchte verzweifelt Partien und die Verarbeiter waren beunruhigt hinsichtlich der weiteren Bedarfsdeckung im Jahresverlauf. Sie kauften alles, was sich anbot und das zu jedem Preis.

Die Milcherzeugerpreise haben ihre Aufwärtsbewegung, die im Juni eingesetzt hatte, fortgesetzt. Allerdings hat sich der preisliche Aufschwung am Milchmarkt zunächst nicht fortgesetzt. Erst ab Ende Juli gab es überdurchschnittlich hohe Einbrüche bei der Milchanlieferung. Im Zuge dessen zeichneten sich auch an den Produktmärkten erneut steigende Preistendenzen ab. In den kommenden Monaten ist, infolge der witterungsbedingten Ertragsverluste bei Raufutter und Getreide, mit dämpfenden Effekten auf die Milchmengen zu rechnen.

Das durchweg kleine Angebot an schlachtreifen Schweinen ermöglichte den Erzeugern im August höhere Preise. Inzwischen treten die Schlachtunternehmen aber auf die Bremse, der Fleischmarkt hält mit der Entwicklung nicht Schritt. Entsprechend sind im September selbst Abschläge nicht auszuschließen. Nach den umfangreichen Ablieferungen im Juli war das Angebot an Rindern zuletzt eher klein. Zugleich hat sich die Nachfrage belebt, die Preise zogen entsprechend an. (AMI)

Vorschau auf die Vieh- und Fleischmärkte im September 2018

Obwohl das Angebot an Jungbullen im Juli überwiegend überschaubar war, sorgte der Druck bei den Schlachtkuhpreisen immer wieder für kleinere Abschläge im Handel mit männlichen Tieren. Mit durchschnittlich 3,65 EUR/kg für Tiere der Handelsklasse R3 wurde das Vorjahresniveau dennoch knapp überschritten. Anfang August hat sich der Markt aber gedreht, die Preise zogen im Monatsverlauf spürbar an. Dabei wirkt das zumeist kleine Angebot stützend. Auch im September entwickeln sich die Preise für Jungbullen üblicherweise leicht fester, da die Nachfrage nach Rindfleisch nach der Urlaubssaison zumeist anzieht. Darüber hinaus dürfte auch das vorhandene Angebot weiterhin eher klein bleiben.

SCHLACHTKUHPREISE WIEDER IM AUFWIND Im Juli führte das große Angebot an Schlachtkühen im Zuge der Futtermittelknappheit zu unerwartet deutlichen Preisabschlägen. Fast den gesamten Monat überstieg das Angebot die Nachfrage deutlich. Erst Anfang August hat sich der Markt gedreht. Die rückläufigen Stückzahlen ermöglichten dabei zuletzt sogar wieder Preisanstiege. Auch im weiteren Verlauf ist von einem kleinen Angebot auszugehen, selbst die ruhige Nachfrage kann oft nur knapp gedeckt werden. Das Überangebot dürfte damit der Vergangenheit angehören. Dennoch gestaltet sich die Kuhfleischnachfrage um diese Zeit vielmehr verhalten, eigentlich ist eher mit Preisabschlägen zu rechnen. Aufgrund des kleinen Angebots erscheint für September dennoch eine halbwegs stabile Entwicklung wahrscheinlich. (AMI)

Drittlandsexporte der EU unter den Vorjahresmengen

Im ersten Halbjahr von 2018 hat sich das Wachstum der Exporte von Milchprodukten aus der EU in Drittländer nicht fortgesetzt. Nach den teils deutlichen Anstiegen in 2017, blieben die Ausfuhren in diesem Jahr bislang hinter den Vorjahresmengen zurück.

Im Juni lagen die Exporte auf der Produktebene überwiegend unter der Vorjahresline. Dadurch sind die für das erste Halbjahr aggregierten Absatzmengen im Vergleich zur Betrachtung bis Mai weiter ins Minus gerutscht. Teils sind, wie beim Käse oder beim Magermilchpulver, zuvor noch leicht steigende Tendenzen in rückläufige Mengen umgeschlagen. Zumeist liefen die Exporte zur Jahresmitte verhaltener, obwohl sich die Wettbewerbsfähigkeit für europäischer Ware am Weltmarkt durch den schwächeren Euro zuletzt ab Mai günstiger darstellte als noch zum Jahresbeginn. (AMI)

Kennzahlen entwickeln sich zu Ungunsten der Erzeuger

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Milcherzeuger hat sich in den ersten acht Monaten von 2018 erneut verschlechtert. Im Betriebszweig Milchproduktion ist die Marge aus Erlösen und variablen Kosten, nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr, erneut zurückgegangen. Auch das letzte Drittel des laufenden Jahres verspricht wohl wenig Besserung.

Vor dem Hintergrund der deutlichen Verluste aus dem Krisenjahr 2016 war die Phase des erhöhten Niveaus bei den Auszahlungspreisen für Milch für die Erzeuger viel zu kurz, um alle Verluste auszugleichen und ggf. aufgenommene Liquiditätsdarlehen zurückzuzahlen. Stattdessen hat sich die Wirtschaftlichkeit in den Milchviehbetrieben in den ersten acht Monaten von 2018 wieder verschlechtert. Dabei entwickelten sich nahezu alle relevanten Kennzahlen zu Ungunsten der Erzeuger: Während die Erlöse zurückgegangen sind, haben die variablen Kosten zugenommen. (AMI)

Rücknahme der Großhandelspreise für Futtergetreide

Das bereits ruhigere Kaufinteresse der Vorwoche setzt sich weiter fort. Dabei beeinflussten die schwankenden Terminkurse die Kassapreise nur auf Großhandelsebene.

Weder das Plus noch das Minus der Terminkurse in Paris hat der Futtergetreidemarkt nachvollzogen. Auch wenn sich das Kaufinteresse etwas abgekühlt hat, der Sog Richtung westdeutscher Veredelungsregionen bliebt bestehen. Dabei werden vor allem Kontraktpartien geliefert, wobei die niedrigen Pegelstände der Wasserwege den flotten Transport erschweren und die Ware zusätzlich verteuern. Die Aussicht auf eine unterdurchschnittliche Körnermaisernte ruft die Mischfutterhersteller auf den Plan, die weiterhin Weizen und Gerste suchen, allerdings nicht mehr zu jedem Preis kaufen.

Vor allem die Futtergetreideversorgung in der zweiten Wirtschaftsjahreshälfte ist sehr unsicher, denn auf diesen Terminen gibt es momentan so gut wie kein Angebot. Deutsche Erzeuger wollen sich jetzt noch nicht festlegen und hoffen auf erneut steigende Preise. Vor allem die noch ausstehende Körnermaisernte wird mit Spannung erwartet. Hierfür lässt sich derzeit überhaupt nicht einschätzen, wie viele Flächen tatsächlich als Körnermais gedroschen werden, denn bei anhaltender Trockenheit bleibt der Massezuwachs mehr als eingeschränkt. Zudem steigt die Futterknappheit auf den Höfen, so dass das wenige, was auf den Maisflächen herangewachsen ist, jetzt als Silage gehäckselt wird, damit die freiwerdende Fläche für zusätzlichen Futterpflanzenanbau genutzt werden kann. Aber auch dafür wird Niederschlag benötigt. (AMI)

Starker Wettbewerb am Buttermarkt

Milchprodukte sind bei den deutschen Verbrauchern sehr gefragt. Milchfrischprodukte, Butter und Käse landen traditionell häufig im Einkaufswagen. Das Konsumverhalten unterliegt jedoch, auch vor dem Hintergrund der stark schwankenden Verbraucherpreise, starken Veränderungen. Dies schlägt sich auch im Werbeverhalten der Anbieter nieder. Mittlerweile ist die Light-Welle vorüber, und Genuss steht bei den Kaufentscheidungen der Verbraucher wieder zunehmend im Vordergrund. Milchfett spielt dabei als klassischer Geschmacksträger eine wichtige Rolle. So kaufen die Verbraucher bei Konsummilch, Joghurt und Quark vermehrt Varianten mit höheren Fettgehalten. Zudem erfreuen sich Streichmischfette, also mit Rapsöl versetzte Butter, einer steigenden Beliebtheit. Vor dem Hintergrund des sich verändernden Konsumverhaltens werden Milchprodukte sowohl von den Herstellern als auch vom Handel intensiv beworben. Neben Werbespots im Fernsehen sind sie auch in den wöchentlichen Hauswurfsendungen ein fester Bestandteil.

STARKE PREISSCHWANKUNGEN BEEINFLUSSEN DIE KAUFENTSCHEIDUNGEN Obwohl auch Aspekte wie Regionalität, Nachhaltigkeit oder Tierwohl Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher haben, ist der Preis nach wie vor der maßgeblich bestimmende Faktor. Werbeaktionen dienen dem LEH als Instrument, bestimmte Produkte in den Vordergrund zu stellen und so den Absatz zu forcieren. Butter und deren Zubereitungen sind dabei ein Zugpferd mit sehr hoher Werbewirkung.

Im August war Butter insgesamt 53-mal in den Angebotsaktionen des LEH vertreten. Damit war die Zahl der Werbeanstöße im Beobachtungszeitraum um mehr als die Hälfte höher als im Vorjahr. Das zeigt die Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Hieraus geht ebenfalls hervor, dass die Verbraucher in Aktionen teilweise für den gleichen Preis wie im Einstiegssegment auch ein in- oder ausländisches Markenprodukt erstehen konnten. (AMI)

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Marktbericht

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